Ich hab „Hausmeister“ studiert

Es gibt Dinge, die gibt es gar nicht. Es fängt an mit den blödsinnigen Anglizismen, die wir uns von verschiedensten Marketingfraggels einreden lassen. Besonders im Marketing aber auch bei Berufsbezeichnungen findet der geneigte Humorist genügend Beispiele um sich austoben zu können. So wird der Großkundenbetreuer zum „Key Account Manager“ – liest sich auf der Visitenkarte gleich viel besser. Selbst Stadtwerke – die ja nun wirklich eher lokal tätig sind – pimpen ihre Großkundenbetreuer mittels Anglizierung zum „Key Account Manager“ auf.

Eine ganz besonders entzückende Stilblüte präsentierte mir meine Prinzessin, als Sie mir mitteilte, dass ihr Institut einen Studiengang für Facility-Management anbieten möchte. Mein erster Gedanke war: „Studierte Hausmeister, was es so alles gibt.“ Aber nachdem ich mal die Suchmaschine anwarf musste ich festellen, dass es tatsächlich den Studiengang „Facility Manager“ gibt. Ich bin verwirrt. Da wird der Beruf der Hausmeisters (den ich per se nicht als unehrenhaft empfinde!) aufgepimpt, indem man ihm den Namen Facility Manager überstülpt und dann kreiert man einen Studiengang mit eben dieser Berufsbezeichnung?

Also achtet darauf, wenn ihr einem Facility-Manager gegenüber steht, ob er einen grauen Kittel oder eine Krawatte trägt. Diejenigen mit einem Kittel haben Praxiserfahrung und wissen worum es geht ….

13 Gedanken zu „Ich hab „Hausmeister“ studiert

    • Und? Konntest Du von dem Moment an vor Kraft kaum noch laufen? *gg*

      Irgendwann kommen die meisten von uns in ein Alter in dem der Titel sowas von scheissegal sein sollte. Schön wäre doch, wenn auf der Karte „Gnadenbrotler“ oder etwas noch unsinnigeres stehen würde – da hätte man ein schönes Intro um miteinander ins Gespräch zu kommen, sofern der Kunde/Lieferant die Karte überhaupt liest.

      Auf einer CeBit vor gefühlten 100 Jahren stand ich vor einem Stand „XYZ Computertechnik“ wo der Inhaber exakt meinen Namen hatte. Fand ich lustig und suchte das Gespräch. Der Inhaber nahm meine Karte, scheute drauf und fragte: „Was kann ich für Sie tun“ – ich antwortete : „Meine Karte mal lesen“ er tat es und verstand. Wir grinsten beide und ich muss zu seiner Ehrenrettung sagen, dass es der letzte Tag einer 8-Tage Cebit war.

  1. “Senior Executioner Security Engineer”??

    Arbeitest du im Vertrieb für Scharfrichter-Utensilien oder wie? Auf jeden Fall gut vorausgedacht… ich denke Guillotinen könnten bald wieder gut gehen! 😉

  2. So wirklich verstanden was der Beruf soll hab ich noch nicht. Da an meiner Hochschule auch so ein Studiengang existiert, konnte ich mich ein wenig näher mit den Studenten und den Fächern befassen. So wie ich das sehe werden da BWL-Hausmeister herangezogen, die für jeden Furz einen Subunternehmer beauftragen würden. Dafür können sie dann aber mit Planungssoftware u.ä. umgehen *gg*

    • ROFL, ich hab das geschrieben und hab mich nicht daran erinnert.

      Ich dachte es wäre ein Video gewesen und suchte bei Youtube. Hmpf, ich unterschätze des Archiv an Kuriositäten, dass mein eigenes Blog mittlerweile bietet…

  3. So ein sinnfreies Gelaber hier. Fern ab von jeder Realität ! Ich würde dem Autor nahe legen sich estmal mit den Inhalten näher gehend zu befassen bevor man hier solche sinnfreien behauptungen veröffentlicht.

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