Die grosse BKA-Löschversuch-Verarsche

Das Goldene Blatt, achnee, doch der Spiegel schreibt über den Wahnsinnsaufwand, den das BKA betreibt um zu versuchen gemeldete und selbst recherchierte kinderpornografische Funde im Internet löschen zu lassen:

Wie ernst nimmt das BKA die Löschung von Kinderporno-Seiten im Ausland? 6,3 Stellen sind bei der Polizeibehörde eingerichtet, um die Alternative zu den geplanten Netzsperren zu testen – das ergab eine Anfrage der Linken. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ist empört.

Einerseits sagte er, man setze genug Mitarbeiter ein, und jeder Hinweis auf Kinderpornos „geht sofort raus bei uns“, so Ziercke laut dem Fachdienst “ Heise“ bei der Bundestagsanhörung . Andererseits fügte er später hinzu, man könne die Kooperation mit ausländischen Behörden intensivieren und „mehr Personal hineinstecken“.

War es nicht eben dieser Ziercke, den die WELT noch am 01.09.2010 mit den Worten:

Ein personelles Problem gibt es im BKA nicht. Wir haben eine Organisationseinheit mit rund 30 Mitarbeitern, die sich ausschließlich mit Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. (Hervorhebung von mir)

Ich frage mich, wie viel dieser 6,3 Planstellen allein damit beschäftigt sind, etwaige Statistiken zu erstellen und dem Ziercke zurechtmanipuliertes Zahlenmaterial zuzuspielen. „Herr Müller, wenn sie das noch weiter runterrechnen können, bekommen Sie in der Zensurabteilung eine leitende Funktion“

Ein weiteres Mosaikteil, dass aufzeigt, wie perfide dieser Staat und seine Behörden uns belügt um sich immer weiter zu einem Polizei- und Überwachungsstaat wandeln zu können.

2 Gedanken zu „Die grosse BKA-Löschversuch-Verarsche

  1. Wieder mal eine Bestätigung, dass der eigentliche Mangel in Sachen Recht und Ordnung eher in den Personal- und Finanzabteilungen zu suchen ist, als in irgendeinem Gesetzbuch.

    Anscheinend geht es hierbei dann vermutlich doch nicht „um die Kinder“! Denn wenn es „um die Kinder geht“, dann ist ja einigen „jedes Mittel“ recht. Vor allem wenn es ein so lauteres Mittel ist, wie die Schaffung zusätzlicher Stellen, sollte man auch zu diesem greifen.

    Demnächst im Unterschichten-TV: Tatort Sparbüchse: Schützt unsere Kinder?

  2. „Ein weiteres Mosaikteil, dass aufzeigt, wie perfide dieser Staat und seine Behörden uns belügt um sich immer weiter zu einem Polizei- und Überwachungsstaat wandeln zu können.“

    Komisch, daß Du mich deswegen schön ofter kritisierst hast, wenn ich fordere weg mit diesem Staat… Keine Ahnung ob ich es hier schon erwähnte, daß wir die SED 2.0 haben. Die heissen noch anders haben eigene Programme, um die sich aber keiner schert. Und an der Spitze stehen Überwachungsfreaks ohne entsprechenden technischen Hintergrund….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.