Es gibt noch Menschen mit Arsch in der Hose

Ja, ich habe Bekanntschaft mit einem Menschen mit Arsch in der Hose gemacht. Das dumme ist nur: Dafür hat er kein Hirn in der Birne.

Was war passiert: Ein Lieferant versorgt mich mit falschen Terminen bezüglich zur Verfügung stellen von Standleitungen. Mein Kunde verlässt sich auf diese – von mir weiter gegebenen – Termine. Die Termine werden nicht gehalten, mein Kunde muss Umzug (inkl. seines Rechenzentrums etc) verschieben. Es entstehen Kosten von ~13.000€ aufgrund der nicht einhaltbaren Termine, die mir mein Vorlieferant mehrfach per Mail bestätigte.

In der Folge verlangt mein Kunde – was nur legitim ist – dass ich (als sein Lieferant) ihm den Schaden ersetze. Ich leite diese Forderung an meinen Lieferanten weiter und muss in den Rechtsstreit gehen. Gerade letzte Woche bekam ich das Protokoll der Verhandlung auf den Tisch.

Zeitgleich erhalte ich eine Mail an meinen Firmenaccount, ob ich nicht mal Lust hätte mit dem Vertriebler mal ein Bierchen trinken zu gehen, der mir – aufgrund unhaltbarer Ankündigungen seinerseits – den ganzen Stress eingebrockt hat.

Sorry Junge, mit dir trinke ich kein Bier auch wirst weder Du noch deine Firma von uns jemals wieder einen Auftrag bekommen. Ihr seid als Lieferant sowas von gestorben. Gerade bei Standleitungen gibt es einiges an Wettbewerb – und das 100MBit irgendwie immer 100MBit sind, unterscheidet man in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit.

Merke: Meine Kunden verärgere ich am besten noch selbst, da brauche ich keine externe Hilfe.

3 Gedanken zu „Es gibt noch Menschen mit Arsch in der Hose

  1. „Gerade letzte Woche bekam ich das Protokoll der Verhandlung auf den Tisch.“

    Ich hoffe zumindestens hier hast Du Recht bekommen. Das ist schon extrem ärgerlich. Aber ich denke mit derartigen „Zusagen“ haben schon mehrere Leute Probleme gehabt….

    • @Friedrich Dominicus:

      Es gab einen Vergleich. Denn ansonsten hätte die Gegenseite die Höhe des Schadenersatzes in Frage gestellt, was dazu geführt hätte dass ich meinen (noch)Kunden mit ins Boot hätte holen müssen und so der ganze Fall noch deutlich teurer geworden wäre als die 20.000€ die uns die Geschichte jetzt schon (inkl. Gerichtskosten etc.pp.) kostet. Ganz zum Schluss geht es darum seinem Kunden so wenig Ärger und Unbill wie möglich zu machen.

      Das Recht haben und Recht bekommen 2 Paar Schuhe sind, steht auf einem anderen Blatt. Das niemand aus meinem Bekanntenkreis jemals wieder mit diesem Lieferanten jemals wieder Geschäfte macht, steht auf einem anderen Blatt… Shit happens.

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