Jute statt Plastik

Ich verstehe nicht, warum die Arbeitsministerin die Kinder von Hartz-IV Empänger mittels umweltschädlicher Plastikkarte denunzieren muss.

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen lässt sich von Kritik nicht beirren. Ihr Konzept einer Bildungs-Chipkarte ist schon sehr konkret

schreibt die Welt

Das klappte doch früher mit kompostierbaren Abzeichen ganz prima:

Tafel mit farbigen Kennzeichnen (Winkeln) für Häftling in Konzentrationslagern (KZ)

Original des Pics von Wikipedia - siehe Link

Ja, ich ziehe die Godwin-Karte, mir egal. Irgendwann muss man einfach so deutlich werden.

8 Gedanken zu „Jute statt Plastik

    • @Nils:

      Sorry, aber genau DAS waren meine Gedanken: Kinder, denen zugemutet wird, sich im Schwimmbad, im Sportverein und in der Bücherhalle als finanziell minder ausgestattete zu outen.

      Du warst mal Kind? Erinnerst Du dich, was Kinder alles nutzen um sich über andere Kinder zu stellen? Ist ja aber richtig, man kann nicht früh genug begreifen, dass man zu den Verlierern und Aussenseitern der Gesellschaft gehört …

      Wenn ALLE Kinder diese karte erhalten. Also sowohl das Hartz-IV-Kind als auch das Kind des Generaldirektors, könnte man darüber sprechen. Aber dann bleibt immer noch die Frage im Raum stehen, wer all die Kartenleser anschafft und installiert.

      Recherche? So wie unsere Arbeitsministerin, die behauptet Schweden hätte damit hervorragende Erfahrungen? Nur in Schweden weiss dies keiner?

  1. Hmmm… ist ja kein Hitler Vergleich. Eher ein KZ Vergleich. Finde ich ehrlich gesagt recht fragwürdig angesichts der Tatsache daß man eine Chipkarte maximal an einer Kasse vorzeigen muß und das somit die Qualität von einem Sozialticket oder einem Vermittlungsgutschein hat, zu denen ich bisher nicht so wilde Vergleiche gesehen habe.

    Keine Frage, das Ding ist undurchdacht und hat eine breite Angriffsfläche. KZ Vergleiche finde ich da aber echt auch etwas arg polemisch und unangebracht.

  2. Naja ich glaube ihr habt eher Angst solche Vergleiche zu ziehen.
    Jeder der eine körperliche Auffälligkeit hat kennt das Gefühl angestarrt zu werden. Mit der Karte ist es nicht anders, wenn alle anderen mit Geld zahlen nur eines nicht fällt das auf. Kinder können grausam sein und wie Kinder behandelt werden bei denen jeder anhand einer Karte sehen kann was die Eltern „arbeiten“ ist das Stigmatisierung.
    Ich erinnere mich noch gut an die Schule, damals als gefragt wurde ob die Eltern studiert haben, wenn nicht wurde das Kind gleich eingestuft in „packt das Gymnasium ohnehin nicht“.
    Der Vergleich passt meiner Meinung nach sehr gut. Es müsste eigentlich jeder wissen wie abfällig die Gesellschaft über Hartz IV Empfänger redet, vollkommen unabhängig davon wie derjenige in diese Situation kam, alle sind gleich faule Schmarotzer die auf Kosten des Steuerzahlers leben und sich schämen müssten.
    Kinder denen gesagt wird das sie sich ihrer Eltern schämen sollten, die rein gar nichts daran ändern können, die dann versuchen immer zu verbergen wo sie herkommen und zerrissen werden weil sie ihre Eltern lieben.
    Mir fällt wenig ein was grausamer wäre.

  3. @Der Aufwachende: @Tefnut:

    Uups, nachdem ich schon ernsthaft zweifelte ob mein (in meinen Augen harter, aber passender) Vergleich angebracht war kommt jetzt ein bisschen Verständnis.

    Auch wenn ich eigentlich nur meine Gedanken/Ansichten rauslasse, so seid ihr – meine Leserschaft – ja meine Prüfstelle. Ich passe mich euch nicht an, höre aber zu 🙂

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