Sich den eigenen Anforderungen stellen

Deutsche Politiker machten schon vor Jahren auf ihre Engstirnigkeit, Dummheit und ihre Weltfremdheit aufmerksam, als die den Sprachtest für Einwanderer forderten. Ich bin ja heute noch der Meinung, dass Bayern dann SOFORT an Italien fallen müsste – was mit Oberfranken und Teilen der Pfalz geschehen soll, weiss ich auch noch nicht. Es gibt einfach zu viele Deutsche, die diese Hürde „Deutschtest“ nicht meistern. Wie können wir es von Einwanderern einfordern?

NUN allerdings wird es noch schöner:

Provokanter Vorschlag aus der Union: Politiker von CDU und CSU verlangen eine neue Einwanderungspolitik, bei der Ausländer sich einem Intelligenztest unterziehen müssen. Humane Gründe dürften nicht länger das einzige Kriterium für Zuwanderung sein.

schreibt der Spiegel und die Welt schreibt:

Zwei Politiker von CDU und CSU finden, dass Zuwanderungswillige künftig erst einmal ihre Intelligenz unter Beweis stellen sollten.

Ich weiss ja nicht, WIE besoffen diese beiden scheinbar rückstandsfrei von jeglicher Intelligenz verschonten Politiker waren, als sie diesen hahnebüchenen Unsinn ausheckten. Allerdings ist diese Forderung der Beweis, dass es anscheinend vor das passive Wahlrecht auch eine intellektuelle Hürde gehört. Wenn ich dann diesen Passus des Welt-Artikels lese

CSU-Europaexperte Markus Ferber nannte im Gespräche mit der „Bild“-Zeitung Kanada als Beispiel für ein solches Vorgehen. Das Land sei bereits viel weiter und verlange von Zuwandererkindern einen höheren IQ als bei einheimischen Kindern.

sehe ich allerdings auch wieder Hoffnung: Denn wenn Einwanderer intelligenter sein müssen, als der deutsche Durchschnittspolitiker hätten auch Einzeller eine berechtigte Hoffnung auf eine deutsche Staatsangehörigkeit. Offener kann man seine Dämlichkeit kaum zur Schau stellen.

16 Gedanken zu „Sich den eigenen Anforderungen stellen

  1. Daß der Intelligenztest Stuss ist und laut PISA eh halb Deutschland durchfallen würde… keine Frage.
    Aber wo kommt die seltsame Abneigung gegen Sprachtests her?
    In anderen Ländern ist das völlig normal und als jemand der 5 Jahre in einem Haus mit Türken und Arabern gelebt hat die ihre Papiere nicht selbst ausfüllen konnten und selbst nach 15 Jahren in Deutschland kaum der Sprache mächtig waren frage ich mich was für eine seltsame Integration denn mit dieser Ghettoisierung erreicht sein soll, die auch massiv durch eine Sprachbarriere begründet ist. Eine gemeinsame Sprache ist das absolut mindeste für eine funktionierende Gesellschaft… ist es so vermessen das von Einwanderern zu verlangen? Letztendlich ist es vor allem auch zu ihrem Vorteil und für mich ein No-Brainer.

  2. @Karim:

    Dass es den Kindern gegenüber eine Sauerei ist, wenn „Zugereiste“ z.B. Zuhause nur den Gebrauch der Muttersprache zulassen: Kein Thema.

    Viele von den „Problemgruppen“ brauchen aber gar keine „Einbürgerung“, da sie entweder als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, Spätaussiedler (und somit ohnehin Deutsche) sind, oder sogar Europäer, die sich frei in der EU bewegen dürfen.

    Interessant ist auch, dass die „Horden“ in dem „Neuwiedenthal-Video“ ein sehr gutes Deutsch zu sprechen scheinen. Obschon es (laut manipulierender Presseberichte) fieseste Migrantenkinder sein sollen.

  3. Also, das kann ich jezt nicht auf uns sitzen lassen. Von wegen, wir Bayern können kein Deutsch!!! Es gibt auch Preissen, die eine Rechtschreibung haben, daß es einem graut. Sehr geehrter Herr „Reizzentrum“, in manchem betrifft das sogar auch Sie :-; Auch Sie schreiben des öfteren Fehler, wie ich schon bemerkt habe :-; Ich würde sagen, es gibt überall solche und solche. Wir waren mal an der Nordsee im Urlaub, da haben wir in einem Supermarkt auch kein einziges Wort verstanden :-; Mein Mann sagte damals auch, da hätten wir in Italien auch nicht mehr kapiert.
    Ein Hoch auf Bayern! Kein Feuer, keine Kohle, kann brennen so heiß, wie die heimliche Liebe zwischen Bayern und Preiß!!!
    Liebe Grüße!

  4. @Joana:

    Liebe Joana, dass Teile von euch Saubayern der deutschen Sprache mächtig sind, weiss ich wohl. Schliesslich ist die Frau, die ich glücklicherweise an meiner Seite habe aus ….. BAYERN. Und wir können uns hervorragend – sogar ohne Dolmetscher – verständigen.

    BTW: Was sind Preissen? Sind damit Preussen oder Preise gemeint? Ich bin leicht verunsichert (und kringel mich vor lachen ..)

    Es gibt überall – Gott sei Dank – Mundarten und Dialekte. Knifflig wird es nur, wenn ein Mundartiger nur diesen schwer verständlichen Dialekt beherrscht. (wie eine Ex-Nachbarin damals frisch aus der Pfalz importiert)

    Aber ein gepflegtes Weizen trinken wir immer gern zusammen 🙂

  5. „Preissen“ = bayrisch und heißt „Preussen“!!!
    Aber „Saubayern“ ist jetzt auch kein schöner Ausdruck 🙁
    Ich würde niemals „Saupreissen“ schreiben, weil ich einfach alle DEUTSCHEN mag. Egal, aus was für einer Ecke sie kommen. Mögen Sie, außer Ihrer Frau, sonst keine Bayern? Bei uns ist es echt schön und wir sprechen auch Hochdeutsch :-;
    Aber zurzeit sind wir ja sowieso alle vereint im Fußballfieber :-; Da ist es auch egal wer von unserer Mannschaft ein Tor schießt. Hauptsache es werden viele geschossen! Ist es nicht so?
    Liebe Grüße von Bayern nach Preissen :-;

  6. @Joana:

    Ach Saupreiss würde auch schon in Ordnung gehen, wenn ich das zwinkernde Auge sehe …

    Natürlich ist es egal und ich kenne auch andere, sehr-sehr nette Bayern. Auch Deppen gibt es in Bayern – wie auch in Hamburg 🙂

    Depp ist Depp – egal wo er herkommt. Ob aus dem Senegal, aus den USA, aus Bayern oder gar aus Hamburg. Aber nette Menschen gibt es eben auch überall.

  7. Wahrscheinlich würden die Tests unseren Politkern nur die Schamesröte ins Gesicht treiben….

    Nein ernsthaft, das mit dem Intelligenztest ist einfach nur Blödinn. Bei der Sprache sehe ich das anders. Man nehme als Beispiel so Einwanderungsländer wie NZ oder AUS, ohne Sprache geht da fast nichts. Also Sprachtests fände ich angemessen.

  8. Sprachtests sind schon sinnvoll und das A1-Level was verlangt wird entspricht wirklich nur den einfachsten Saetzen. Woran es wie immer hapert ist die Umsetzung. Wenn ein Deutscher seine amerikanische Frau nach Deutschland holen möchte, muss diese den Test machen. Wenn aber ein Amerikaner(oder Kanadier, Japaner), der in Deutschland lebt, seine Frau nach Deutschland holen möchte, braucht sie keinen Sprachtest machen (und zwar egal welche Nationalitaet sie hat). Erklaer mir doch mal einer warum

  9. @reizzentrum. Das mit dem Einbürgern leuchtet mir nicht ein. Wer hier lebt sollte Deutsch sprechen können (oder zumindest lernen). Erläutere mir mal bitte wie er/sie sonst irgendwelche Sachen erledigen könnte? Fängt doch schon an beim „ausfüllen“ von Formularen, oder nur beim einkaufen wird es ohne Deutsch doch schon „schwierig“…

    Auch in NZ und AUS geht es erst mal nicht um die Enbürgerung sondern um die Berechtigung in dem Land arbeiten und sich permanent aufhalten zu dürfen. Davon ausgenommen sind natürlich politische Flüchtlinge, aber auch die müssen AFAIKT englisch lernen…. Also warum soll das nicht auch für Deutschland gelten?

  10. @tokage und reizzentrum.
    Der Grund ist glaube ich doch nicht so schwer zu verstehen. Es ist ja „jemand“ ziemlich nahestehendes (jedenfalls gehe ich bei einen Paar davon aus) da, der sich in dem Land schon „eingewöhnt“ hat. Dazu dürfte auch das Sprechen der Landessprache gehören.

  11. @Friedrich Dominicus:

    Aber warum muss dann die amerikanische Frau eines Deutschen den Test machen, während die selbe Frau die mit einem Deutschen liiert ist, muss Sie (lt. Tokage – ich habe das nun mal nicht recherchiert) einen Sprachtest machen. Bringt der Ami seiner Frau schneller/besser Deutsch bei als ein Deutscher?

    Das Menschen die sich in Deutschland länger aufhalten (vor allem, wenn sie deutsche Staatsbürger werden wollen) die deutsche Sprache lernen sollten ist ja OK.

    Nur wie geht man mit z.B. politischen Flüchtlingen um? Müssen die innerhalb von drei Monaten einen gewissen Sprachschatz erworben haben, sonst werden sie abgeschoben?

    Was mit den englischsprachigen Wanderarbeitern, die z.B. in der Flugzeugindustrie (z.B. Airbus) arbeiten. Müssen die Deutsch lernen, sonst werden sie rausgeworfen?

    Ich halte das für eher nicht umsetzbar – oder es muss wieder Ausnahmen geben. Und ich HASSE Ausnahmen, da sie immer auch für seltsame Dinge genutzt werden. 🙂

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