Ich bin ein Bankexperte

Zumindest, wenn nach dem Artikel der Tagesschau

Experten fordern Verstaatlichung von Banken

fordern (Hervorhhebung von mir).Schliesslich habe ich schon vorgestern erklärt, dass der Weg Banken (generell!) zu einem gewissen Prozentsatz zu verstaatlichen der richtige ist.

Allerdings bekomme ich das kotzen, wenn ich lese, dass Hilmar Kopper (ehemaliger Chef der Deutschen Bank) in dem selben Artikel erklärt:

„Man sollte angeschlagenen Banken keine Garantien geben, sondern sie verstaatlichen. Der Staat übernimmt die Institute, rekapitalisiert sie und kann sie danach wieder privatisieren. Für den Staat aber kann es sich sogar lohnen: Er kauft in der Krise und verkauft, wenn es wieder besser geht.“

Wenn man sich diese „Forderung“ mal genau durchliest, steht da folgendes: „Das Risiko der Schrottbanken soll durch den Staat (Steuerzahler) gedeckelt werden – es kann sich lohnen, aber wichtig ist erstmal, dass die anderen schwankenden Banken die Sicherheit der Staatsverschuldung geniessen“.

Denn man darf bei all der Panik nicht vergessen, dass Banken (und vor allem deren Verpflichtungen!) miteinander verwoben sind. Geht eine Bank pleite (und damit deren Anlagen) fallen auch andere Banken um. Dies wird ja gerade wunderschön vorgelebt. Die „Wackelbanken“ haben nun einfach nur Angst um den eigenen Arsch und wollen ihr „externes“ Kapital und damit ihren eigenen Börsenwert durch Steuergelder schützen.

Immer schön nach dem Motto: Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen

2 Gedanken zu „Ich bin ein Bankexperte

  1. Oh, Mann Du schreibst ja schneller als einem Lieb sein kann. Banken verstaatlichen war Schwachsinn, ist Schwachsinn und wird es auf immer bleiben. Die Experten waren sicher die gleichen die weniger Regulierungen forderten (vor gar nicht allzu langer Zeit)

    Nein, es muß so laufen. Macht eine Bank Mist geht sie Pleite. Aber das paßt den Politikern ja offenbar nicht. Und so kommt eins zum anderne und die Billionen an Schulden werden jeden Tag höher.

  2. @Friedrich:

    Hey, das sind alte Artikel. SO viel Blogge ich nun auch nicht 🙂

    Und nach den Banken kommen die Autokonzerne und so geht das über die Zulieferindustrie bis zum einfachen Handwerker….

    Und wer zahlt es? Der Bürger/Steuerzahler, der mit SEINEM Geld EIGENTLICH die Binnennachfrage steigern KÖNNTE. Aber dieser Weg wird sehr ungern gesehen, da auf diesem Weg ja nicht die Aktionäre zu ihren Profiten kommen.

    Merkt man mir eigentlich an, dass ich in Aktien und Aktionären ein echtes Feindbild vor mir sehe? 🙂

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