Dell erklärt: Rechenzentren sind als Kunden doof

Im laufenden Geschäftsjahr will Dell rund 1 Milliarde US-Dollar in den Aufbau eigener Rechenzentren und die Entwicklung von IT-Diensten investieren, wie Paul Bell nach Angaben des Wall Street Journal im Rahmen einer Veranstaltung in der chinesischen Hauptstadt Peking heute verkündete. Bell, der als Präsident die Großkundensparte von Dell leitet, begründete den Vorstoß als geeignete Maßnahme, um neue Geschäftsfelder jenseits des angestammten Verkaufs von Computern zu erschließen.

entnehme ich dem Heise-Ticker. Und ich stelle fest: Warum soll ich einen Wettbewerber von mir dadurch unterstützen, dass ich seine Produkte kaufe? Diese Milliarde, die Dell in Rechenzentren fliessen lassen will, finanziere ich durch meine Einkäufe bei Dell mit!

Dell-Server werden ab sofort in unserem Rechenzentrum nur noch eingesetzt, wenn der Kunde es gar nicht anders will und/oder kann! Ich glaube es hackt! Es gibt auch andere Hersteller von Hardware, die sehr gut für den Dauerbetrieb geeignet ist. Wobei Dell-Server nicht generell schlecht sind, aber es gibt Dinge, die sind für mich als Kunde ein No-Go

6 Gedanken zu „Dell erklärt: Rechenzentren sind als Kunden doof

  1. Fairerweise muss man dann allerdings dazu sagen, dass es die Konkurrenz nicht anders macht – nicht anders machen kann. Der Weg hin zu Cloud Services ist für jeden Hardwarehersteller nicht nur ein lukrativer Weg, sondern muss auch das wieder reinholen, was im Gegenzug beim Kunden an Hardware wegfällt. Das Nachsehen haben da die unabhängigen Rechenzentren, ich bedaure das auch. Der Weg war aber schon seit längerem vorgezeichnet.

        • @Besim Karadeniz:

          Genau SO funktioniert das. Denn bei uns Kleinen sitzen noch keine BWLer und rechnen uns vor wie WIR reich werden. Wir Kleinen wissen, dass wir ohnehin unser Essen bezahlt kriegen wenn der Kunde zufrieden ist.

          Und da wir keine End-of-Quarter- und Shareholdervalue-Kacke am Bein haben, können wir uns erlauben ausschliesslich im Interesse der Kunden zu handeln.

          Die „Kleinen“ wie Du und ich 🙂

        • @Anton:

          Supermicro kriege ich hier vor Ort praktischer bei Happyware. Die schenken sich als Lieferant nichts. Wir setzen Supermicro schon teilweise ein. Kommt immer auch auf den Kunden an, was man anbietet. Manche stehen halt auf „Namen“. Die werden sich in Zukunft an IBM und HP gewöhnen müssen. Seltsam nur, dass SUN an der Stelle so gar nicht mehr in meinem Kopf rumoracelt 🙂

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