CTRL-Verlust, Diebstahl und der Selbstschutz der FAZ

Ich thematisierte den Disput zwischen Michael Seemann und der FAZ bereits, nun liegt (via Carta) eine Stellungnahme der FAZ zu den Vorgängen vor:

Herr Seemann hat mehrfach Fotos in sein Blog CTRL-Verlust gestellt, deren Rechteinhaber ausdrücklich die kommerzielle Nutzung untersagten.

Er ist, wie alle Blogger der F.A.Z., noch einmal am 21.6.2010 in einer Mail darauf hingewiesen worden, unter keinen Umständen geschützte Fotos zu veröffentlichen. Verstöße gegen das Urheberrecht und Verletzungen von Creative-Commons-Lizenzen sind nicht hinnehmbar, schon gar nicht von einem Autor, der über digitale Themen schreibt.

In seinem jüngsten Blogbeitrag hatte Herr Seemann drei Fotos veröffentlicht, die unter Creative-Commons-Lizenz standen und nicht zur kommerziellen Nutzung freigegeben waren.

[…]

Daraufhin hat die Redaktion sein Blog vorübergehend gesperrt. Sie sah sich gezwungen, die Bildrechte an sämtlichen Fotos zu überprüfen und etwaige nachträgliche Veränderungen für den Fall zu verhindern, dass der Verlag der F.A.Z. mit Rechteansprüchen konfrontiert werden würde.

Sorry, lieber mspro, aber da die Darstellung der FAZ sich mit der deinen deckt, bist Du in meinen Augen nicht nur selbst schuld, sondern auch noch ein Jammerlappen, der Scheisse baut und dann seine Brüder, Freunde und deren Brüder und Freunde aktiviert um sich zu verteidigen.

GAFL

Wie naiv muss man sein, sich auf dieses dünne Brett zu begeben und wie blind sind die Claqueure die herbeispringen und sich auf die Seite desjenigen stellen der die rechte mit Füssen tritt für die sie selbst kämpfen. Wer die Creative Commons so mit den Füssen tritt, hat von der Szene der Digitalen keinen Schutz sondern ein Ausschlußverfahren wegen Diebstahl zu erwarten. Wer sich allerdings mit Dieben an geistigem Eigentum(Creative Commons!) solidarisiert stellt sich in meinen Augen selbst ins Abseits.

2 Gedanken zu „CTRL-Verlust, Diebstahl und der Selbstschutz der FAZ

  1. Laut seiner Darstellung hat er die Photos aus dem (durch die FAZ) offline genommenen Artikel entfernt und den Artikel dann wieder hochgeladen. Daraufhin wurde dann das ganze Blog abgeschaltet.

  2. @Schtuef:

    In dem oben verlinkten Artikel bei Charta schreibt die FAZ als Stellungnahme:

    „Entgegen redaktioneller Absprache hat Herr Seemann diesen Beitrag kurze Zeit später durch eine Version ohne Fotos ersetzt und ohne Rücksprache auf der Homepage von FAZ.NET publiziert. Daraufhin hat die Redaktion sein Blog vorübergehend gesperrt“

    Damit ist – in meinen Augen – alles gesagt. Wer sich gegenüber seinem „Arbeitgeber“ so verhält wie Michael es getan hat, hat eindeutig selbst schuld. Ich kann nicht gegen Absprachen verstossen und hinterher rumweinen. Das haut nicht hin. Wer straight einfordert muss selbst auch straight verhalten.

    Ganz ehrlich: Ich würde mich als VERANTWORTLICHER(!) Arbeitgeber genau so verhalten. Denn Dienst ist Dienst. Man kann im privaten Blog rumalbern bis der Arzt kommt.

    Auch aus der nettesten WG fliegst Du raus, wenn Du dich nicht an die Regeln hälst ….

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