Wie man die Wählerschaft der FDP rechnerisch ermitteln kann

Wenn ich mir anschaue, dass weite Kreise der CDU fordern den Spitzensteuersatz anzuheben, aber sich der Aussen- und Vizeguido mit Händen und Füssen dagegen wert, dann frage ich mich – so rein weil ich nichts anderes zu tun habe – wer ist eigentlich derzeit die treibende Kraft hinter der FDP? Wieviel Prozent der Bundesbürger verteidigen ihr Hab und Gut dermassen agressiv, dass die FDP für diese Wähler Klientenpolitik betreibt.

Schaun wir uns mal die Eckdaten an:

  • Laut FAZ gibt es in Deutschland 430.000 Millionärshaushalte (basierend auf US-$).
  • Laut statistischem Bundesamt gab es 2008 in Deutschland 40 Millionen Haushalte.

Hmm, wenn wir davon noch die Begüterten abziehen, die eine soziale Verantwortung verspüren (das sind mehr als mancher denkt – muss man ja auch mal sagen), dann bleiben da DEUTLICH weniger als 1% der Haushalte über – eher so im Bereich 0,5% oder gar noch weniger. Selbst wenn diese Haushalte mit Mann & Frau sowie zwei erbberechtigten Wählern belegt sind, ergibt das eine geldgeile, asoziale  Stammwählerschaft von HÖCHSTENS 2%.

Um also diesen 2% in den Popo zu kriechen macht sich die FDP gerade vor dem Rest der Welt massiv lächerlich? Interessante Berater hat die FDP da. Ich hätte für die – wenn sie die FDP komplett erledigt haben – weitere spannende Aufgaben.

6 Gedanken zu „Wie man die Wählerschaft der FDP rechnerisch ermitteln kann

  1. Ach nun ja, wenn dir ganz persönlich diese zwei Prozent ein schönes warmes Aufsichtsratspöstchen, ein schönes Ferienhäuschen oder auch einfach nur ein paar handliche Spendenköfferchen bescheren, dann wirst du vermutlich auch lieber auf die restlichen 98% pfeifen, auch wenn du das natürlich nie zugäbest…

  2. Nee nee, Du hast das nicht verstanden. Also die Millionäre sind ja Leistungsträger, weil die bezahlen ja ALLES (gefühlter Steuersatz bei FDP Wählern 90 %). Wenn die jetzt noch mehr zahlen sollen, gehen die alle ins Ausland.

    Also nehmen wir an, der Chefarzt, der in Deutschland prozentual so viel Steuern und Abgaben zahlen würde, wie ein normaler Krankenpfleger, würde sofort weg gehen. Würde er hier bleiben, wäre auch kein Geld mehr da für ein anonymes Treuhandkonto in der Schweiz. Oder für den Anlageberater, der mit Anleihen das so lange schön rechnet bis er keine Steuern mehr zahlt.

    Deshalb mussten wir ja auch die Mövenpick-Steuersenkungen machen, weil die Hoteliers wären sonst alle in die Schweiz gegangen. Und das können wir der armen Schweiz halt nicht zumuten.

  3. @reizzentrum: Hm ja, da ist was dran. Aber nun haben ja auch die Grünen und die „Sozial“demokraten recht fleißig die von Birne & eben der FDP begonnene „Entlastung“ der „Leistungsträger“ vorangetrieben… insofern schließt sich der Kreis.

  4. @David:

    Auch die rot-grüne Regierung Schröder hat den Spitzensteuersatz gesenkt! „Um die Konjunktur anzukurbeln“. Schröder war der erste „Sozi“, der den Unternehmern bis zur Gürtelschnalle in den Allerwertesten gekrochen ist.

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