Darf man Guttenberg bald offiziell Betrüger nennen?

Unser Selbstverteidigungsminister, der sich ja schon aufgrund seiner Frisur als Widerling outet (wie Nonnenmacher, Dieckmann und Huncke – um nur einige zu nennen), hat schon früh angefangen auf anderer Leute Arbeit zu bauen:

Nach den jüngsten Bundeswehrskandalen wird Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg nun neue Kämpfe ausfechten müssen.

Die Doktorarbeit sei an mehreren Stellen „ein dreistes Plagiat“ und „eine Täuschung“, sagte der Bremer Juraprofessor Andreas Fischer-Lescano, der die Parallelen mit anderen Texten bei einer Routineprüfung entdeckt hat.

Quelle: Süddeutsche. Tja, so ist das nun mal, wenn man selbst kaum etwas gebacken bekommt. Dann lässt man die Redaktion der BILD für sich entscheiden und schreibt die Doktorarbeit eben ab. Er ist ja nicht der einzige Minister mit einem Makel, bei der Frau Schröder soll die Arbeit ja auch von Hilfskräften der Partei erledigt worden sein.

Allesamt Zivilversager, die wir da als Minister durchfüttern.

6 Gedanken zu „Darf man Guttenberg bald offiziell Betrüger nennen?

  1. Ich finde Freiherr zu Guttenberg passt zu seiner Frisur auch viel besser als Doktor Guttenberg. Also wäre eine Aberkennung doch ein Imagegewinn für ihn. Dieser Teufelskerl. 😉

    Und wo es grad um Gutti geht mal (wieder) eine Leseempfehlung:
    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/230-das-guttenberg-dossier-teil-1.html
    http://www.zeitgeist-online.de/exklusivonline/dossiers-und-analysen/632-das-guttenberg-dossier-teil-2.html

  2. Sind Doktorarbeiten nicht immer zu 90 % abgeschrieben? Gerade in Jura und Medizin? Ich habe wenig Zweifel an der sachlichen Richtigkeit der Ansage des Bremer Professors, wo ich aber nicht so sicher bin, ist, ob Guttis Arbeit da negativ aus dem allgemeinen Schnitt heraussticht, oder ob der liebe Professor sich mit der Behauptung einer Banalität nicht ein bißchen wichtig machen will.

    • Zitieren – wie auch wir Blogger es ja immer wieder tun – ist erlaubt. Allerdings muss für JEDES Zitat auch die Quelle angegeben werden. Wer das nicht tut hat, hat eine unkorrekte Doktorarbeit abgegeben – oder mit anderen Worten: Ist ein widerlicher Schnorrer 🙂

      • @reizzentrum: Das ist schon klar. Ich vermute nur, daß dieses Schnorrertum weiter verbreitet ist als die Aussage des Professors vermuten läßt. Nicht umsonst heißt es in dem SZ-Artikel, daß die Unis meist Milde walten lassen — weil sie sonst nämlich fast alle Doktortitel wieder einkassieren müßten!

        Wer für eine Doktorarbeit über fünfzig Seiten Literaturhinweise produziert, hat ja eh schon zugegeben, das meiste abgeschrieben zu haben … ob da jetzt ein paar Zitierungen fehlen oder nicht, mein Gutti …

  3. Ironie des Schicksals:

    ==> München – Ein Offizier ist an der Bundeswehr-Universität München als Plagiator überführt undanschließend degradiert worden. Der Mann habe vor etwa zwei Jahren eine Examensarbeit abgegeben, die ein Plagiat gewesen sei, sagte ein Uni-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“.

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