Sicherheitsloch München 2 – oder man muss nur genau lesen

Was fällt euch an folgendem Part (Quelle FAZ) auf:

Nach der Sicherheitspanne auf dem Münchner Flughafen fahndet die Polizei weiter nach dem Mann, dessen Laptop-Computer den Sprengstoffalarm ausgelöst hat. Es könnte sich um einen Geschäftsmann mittleren Alters handeln, sagte Bundespolizei-Sprecher Thomas Borowik am Donnerstagmorgen in München. Der Mann wurde bislang nicht gefunden und könnte gleich nach dem Alarm den Flughafen in einer Maschine verlassen haben. Die Fahndung läuft weiter. (Hervorhebung von mir)

Ich habe es euch nochmal hervorgehoben (ich vermeide hier bewusst das Auslösen der „Insiderglocke“).

Da wird ein Sprengstoff(Verdachts)Alarm ausgelöst und die auslösende Person könnte MIT dem auslösenden Gegenstand den Flughafen mit einer Maschine (damit ist doch ganz sicher ein Flugzeug gemeint) verlassen haben? Das ist ja wohl der Witz des Jahrzehnts.

Das heisst, WENN tatsächlich ein Sprengstoffattentäter in München als Abflug-Airport nutzt passiert folgendes:

  • Es wird erkannt, dass er Sprengstoff bei sich hat
  • Er wird laufen gelassen und NIEMAND weiß wer er ist
  • Flüge fallen aus, Tausende Passagiere müssen warten
  • Es wird KEIN sofortiges Startverbot an den Tower gemeldet
  • Der vermeintliche Attentäter steigt in seine Maschine und kann seine Tat ausführen
  • Der Flughafen München 2 kann belegen, wann der Unbekannte positiv getestet wurde und dass er in München zustieg.

Mal ehrlich: Wie unnütz ist dieses – sauteure – Sicherheitstheater eigentlich? Wusstet ihr eigentlich, dass der Grossteil des „Sicherheitspersonals“ auf den Flughäfen unterbezahlte und nur knapp „ausgebildete“ Hilfskräfte von privaten Dienstleistern – meist mit Zeitarbeitsverträgen – sind?

4 Gedanken zu „Sicherheitsloch München 2 – oder man muss nur genau lesen

  1. Klingt alles nach einem klassischen #epicfail! Auf alle Fälle sind alle Medien damit beschäftigt. Das ist doch gut! Und der Sicherheitsindustrie fällt hier bestimmt wieder eine gute Lösung ein.

    Mit den Nacktscannern wäre das BESTIMMT nicht passiert. Na, zumindest hätten wir jetzt ein „Bild“ für die Fahndung… LOL.

  2. @vsnfd:

    Jau, mein Wissen ob der Zustände bezog sich auf das Personal am Airport Hamburg. Die FIS hat im GROSSEN Stil 2006 Personal auch und gerade über das Arbeitsamt und Arbeitsvermittlern der Arge rekrutiert. Viele der dort Beschäftigten sind ehemalige Hartz-IVer, die mittels „Messer und Gabel“-Lehrgang befähigt wurden den Job zu machen.
    Dies soll NICHTS gegen die beschäftigten heissen, sondern nur etwas über die Art der Personalauswahl. Die Jobs sind nämlich ECHTE Scheissjobs, denn diese Mitarbeiter im Schichtdienst sind morgens die ersten, die am Airport sind und die letzten die gehen.

  3. Desweiteren werden diese Mitarbeiter unregelmäßig von „präparierten“ Mitarbeitern der Luftfahrtssicherheitsbehöde geprüft. Bei mangelnden Kontrollen gibt es für den Mitarbeiter im günstigsten Fall eine Abmahnung. Im Wiederholungsfall unweigerlich die fristlose Kündigung.

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