Ihr Browser versucht gerade eine Seite aus dem sogenannten Internet auszudrucken. Das Internet ist ein weltweites Netzwerk von Computern, das den Menschen ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation bietet.

Da Politiker im Regelfall von neuen Dingen nichts verstehen, halten wir es für notwendig, sie davor zu schützen. Dies ist im beidseitigen Interesse, da unnötige Angstzustände bei Ihnen verhindert werden, ebenso wie es uns vor profilierungs- und machtsüchtigen Politikern schützt.

Sollten Sie der Meinung sein, dass Sie diese Internetseite dennoch sehen sollten, so können Sie jederzeit durch normalen Gebrauch eines Internetbrowsers darauf zugreifen. Dazu sind aber minimale Computerkenntnisse erforderlich. Sollten Sie diese nicht haben, vergessen Sie einfach dieses Internet und lassen uns in Ruhe.

Die Umgehung dieser Ausdrucksperre ist nach §95a UrhG verboten.

Mehr Informationen unter www.politiker-stopp.de.

Ist es ein Rechtsstaat, eine Bananenrepublik oder nur noch eine Lachnummer?

Die technischen Möglichkeiten zu Web-Blockaden würden durch die großen Zugangsanbieter “auf jeden Fall aufgebaut”, verwies der Sozialdemokrat auf die entsprechenden Verträge mit dem BKA. Es sei zwar zweifelhaft, ob diese auf Drängen von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) zustande gekommenen Vereinbarungen den rechtsstaatlichen Anforderungen genügen. Doch eine mögliche gerichtliche Überprüfung könne Jahre in Anspruch nehmen. Daher sei das Gesetz nötig, um die Sperren zumindest in geordnete rechtliche Bahnen zu bringen.

wird der SPD Bundestagsabgeordnete Martin Dörmann von Heise zitiert. Im letzten Beitrag machte ich mir Gedanken warum die SPD so viele Stimmen verliert: Herr Dörmann, Ihnen möchte ich dies anhand obiger Aussage einmal im speziellen erklären:

Die Möglichkeiten der Webblockaden werden auf alle Fälle gebaut – sagen Sie – weil die Familienministerin dafür gesorgt hat, dass das BKA mit diversen Providern Verträge (ohne rechtsstaatliche Grundlage!!) geschlossen haben. Anstelle dies nun zu kritisieren, stellen sie – und ihre Partei – hinter die Familienministerin und bauen NACHTRÄGLICH gesetzlich geordnete Bahnen? Auch – und wenn – sie bezweifeln, dass diese Verträge “rechtsstaatlichen Anforderungen genügen”?

Da muss ich mir doch echt mal eben an den Kopf fassen. Wenn nun der Bundesverteidigungsminister eigenverantwortlich auf die Idee kommt, eine Panzerdivision Frankreich angreifen zu lassen, müsste dann der Bundestag nachträglich den Krieg erklären, damit dieser Angriff rechtsstaalichen Anforderungen genügt? Ist das ihre Art von Rechtsauffassung?

  1. Frage ich mich ob die Selbstkontrolle des Parlamentes noch funktioniert
  2. Frage ich, ob es eine rechtsstaatliche Instanz ausserhalb des Bundesverfassungsgerichtes gibt
  3. Wundert es mich, dass bei Politikern dieses Schlages überhaupt noch 20% der Bürger die SPD wählen KÖNNEN
  4. Gehe ich nun erstmal kotzen vor Abscheu über soviel Rückgratslosigkeit
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Comments 5

  1. Daniel Meyer wrote:

    self-fulfilling prophecy.

    WIr machen Vertraege im Vorgriff auf das kommende Gesetz, und jetzt muss das Gesetz kommen weil die Vertraege schon da sind.

    SUPER Logik. Ich wuensche der SPD die passende Strafe wenn sie mal wieder unter groessten verfassungsrechtlichen Bauchschmerzen einem Gesetz zustimmen.

    ReplyReply

    Posted 10 Jun 2009 at 2:27 pm
  2. Malte wrote:

    Naja um genau zu sagen waren es nicht 20% sondern eher 9%. Wenn man die Nicht-Wähler berücksichtigt. Hier ein echt toller Bericht dazu auf Freitag.de

    http://www.freitag.de/community/blogs/wolfgang-ratzel/das-korrigierte-wahre-und-unverfaelschte-endergebnis-der-europawahlen

    ReplyReply

    Posted 10 Jun 2009 at 3:52 pm
  3. reizzentrum wrote:

    @Malte:

    Naja, zum Thema Wahlbeteiligung und der daraus resultierenden prozentualen Reallegitimation habe ich ja auch schon geschrieben :)

    ReplyReply

    Posted 10 Jun 2009 at 6:12 pm
  4. steff wrote:

    …so, jetzt habe ich mich etwas abgeregt … und frage mich:
    War was?
    Ausser ein paar verfassungsrechtlichen Frechheiten wurde doch nichts gesagt – oder habe ich was falsch verstanden?
    Die haben vielleicht was geklärt, aber im Sack ist das noch nicht.
    Das Thema “Spezialgesetz” ist noch lange nicht gegessen.
    Ich muss mir angewöhnen nicht immer gleich Magenschmerzen zu bekommen, wenn irgendsoein Krogmann/Dörrmann/Wiefelsheimer/Trallafittibach mediale Gülle (PR) unters Volk bringt.

    ReplyReply

    Posted 10 Jun 2009 at 7:55 pm
  5. reizzentrum wrote:

    @steff:

    Behalte die Magenschmerzen ruhig. Die Alternative ist: Sportschau, DSDS und Gartenzwerg.

    ReplyReply

    Posted 12 Jun 2009 at 10:14 am

Trackbacks & Pingbacks 5

  1. From Die herrschende Meinung on 10 Jun 2009 at 2:42 pm

    Passende Strafe für Bauchschmerzen?…

    Guter Kommentar zu diesem Artikel zu dieser heise-Meldung. Genau so ist es….

  2. From Jetzt wird es ernst .. « MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren on 10 Jun 2009 at 3:32 pm

    [...] vor Gericht ausfechten müssen? .. Providerschutz statt effektivem Kinderschutz? ..) (Nachtrag2: rz.koepke.net hat es noch treffender ausdrücken können, denke [...]

  3. From Blog of Ingo Jürgensmann on 10 Jun 2009 at 4:01 pm

    Internetsperren: SPD und CDU einig…

    Wie Heise soeben meldet, sind sich die Parteien der großen Koalition weitestgehend in den
    Punkten des Sperrgesetzes (Internetsperren) einig:

    Verhandlungsführer der großen Koalition haben in Teilbereichen eine Einigung über Änderungen am heftig…

  4. From Internetsperren 10.06.2009: Artikel und Kommentare « Wir sind das Volk on 10 Jun 2009 at 4:53 pm

    [...] Reizzentrum: Ist es ein Rechtsstaat, eine Bananenrepublik oder nur noch eine Lachnummer? [...]

  5. From SPD Parteitag eine Luftnummer!! Piraten wir kommen!! « xxl-killababe berlin wordblog on 14 Jun 2009 at 11:57 pm

    [...] Zensursula-Aktion an der Uni Hannover F!XMBR: Plattitüden im Superwahljahr 2009 Reizzentrum: Ist es ein Rechtsstaat, eine Bananenrepublik oder nur noch eine Lachnummer? Knuddelbacke: Parteivorstand zur Zensur im Netz mein-parteibuch.com: SPD weiter auf gutem Weg zu [...]

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