Es sind IMMER die Computerspiele, NIE die Eltern

Dieser Gedanke eilte durch mein Hirn, als ich die Meldung vernahm, dass ein 15jähriger völlig grundlos einen 9jährigen brutal zusammenschlug. 1,2Promille Allohol im Blut und ab dafür. MAG sein, dass er auch Computerspiele spielte, aber diese beiden Sätze – im Spiegel zu finden – ist dennoch endlos entlarvend:

Seine Eltern waren nach der Attacke am Sonntag den ganzen Abend nicht zu erreichen. Deshalb wurde der Schüler in einem Heim untergebracht

Passiert ist es auf einem Volksfest in der Weltmetropole Forchheim. Sicher standen die Erwachsenen daneben, als der 15jährige sich den Alkohol in den Kopf schüttete. Ist es nicht zum Kotzen, wie sehr wir unsere Verantwortung gegenüber denjenigen ignorieren, die später unsere Rente zahlen müssen?

2 Gedanken zu „Es sind IMMER die Computerspiele, NIE die Eltern

  1. Ich hab schon von einem Onkel meiner holden den Spruch gehört: „Saufen tut er eh, da kann er das auch mit mir machen!“

    Kam als Antwort, wie er dazu kommt, seinem Sohn (14) eine Flasche Scotch zu schenken…

    Ist ja kein Problem.. Der kleine hat ja mit 8 Jahren schon „From Dusk til Dawn“ (die ungeschnittene Version) und „Blade“ mit Papa gucken dürfen. SO züchtet man Amokläufer…

    Aso, auf meine (für meine Verhältnisse) sehr subtil vorgetragene Kritik an dem Verhalten des Vaters kam die Antwort, ich könne da ja eh nicht mitreden, ich hätte ja keine Kinder… Wenn er meint… Mir tut nur der Sohn leid. Zum Glück ist der mittlerweile bald fertig mit der Schule und verschwindet voraussichtlich aus Papas Einflussbereich.

  2. @trommelschlumpf:

    Zu dem Onkel. Diese Filme muss man als Achtjähriger nicht gesehen haben. Wobei ich die Angabe der FSK auch meist ignoriere und mir ein eigenes Bild mache, was ich meiner „kleinen“ Tochter zumuten kann. Die Grosse ist zu alt, der habe ich nix mehr zu sagen.

    Auch spricht nicht unbedingt etwas dagegen, dass ein 14-Jähriger Wein trinkt – zum Essen, ein Glas. Oder EIN Alsterwasser – alles im Beisein der Eltern.

    Wenn die Neugier zu gross ist, werden die Kids ALLES versuchen herauszufinden, es zu probieren. Dem sollte man zuvorkommen. Allerdings gibt es auch Dinge die man den Kids – auf Basis eines aufgebauten Vertrauens – generell verbieten kann/sollte. Nicht vergessen zu erklären WARUM man dies tut.

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