Altlasten des Mehdorn?

Nachdem den Berliner Nutzern des öffentlichen Nahverkehrs meine (stille) Anteilnahme zuteil wurde, da die dortige S-Bahn wegen Wagonstillegungen sogar Strecken temporär stillegen muss, kommen weitere Einschläge auf die Deutsche Bahn AG zu

Im Güterverkehr auf der Schiene droht bundesweit Ungemach. Das Eisenbahnbundesamt plant eine gigantische Kontrolle und will die Achsen von mehr als 100.000 Güterwagen auf Risse prüfen. Kritiker befürchten den totalen Stillstand.

schreibt der Spiegel. Am Rande frage ich mich, was die Auswirkungen sein könnten. Logistikprobleme? Lieferengpässe? Produktionsausfälle? Sollte dann nachgewiesen werden können, dass die Deutsche Bahn AG diese Ausfälle schuldhaft mitverursacht hat, möchte ich die Schadensersatzklagen nicht addieren müssen …..

Für mich – als sachfremder Zuschauer – sieht das so aus, als wenn lange Jahre geschlampt wurde und der Bahn AG nun eine FETTE Rechnung präsentiert wird. Gewinn um jeden Preis war noch nie ein langfristig tragbares Konzept.

2 Gedanken zu „Altlasten des Mehdorn?

  1. Vorsicht – das betrifft nicht nur die Gütertochter „der Bahn“, also die DB Cargo^W^W Railion Deutschland^W^W DB Schenker, sondern praktisch alle Eisenbahnen in Deutschland. Gerade im Güterverkehr ist das Bild da ziemlich bunt, die „Privatbahnen“ haben der DB im Güterverkehr einiges an Marktanteilen abgenommen. Außerdem gehören die Güterwagen, die so über deutsche Schienen rollen, nicht gerade selten ausländischen Eisenbahnen oder privaten Einstellern. Mit Wagen, die z.B. „PL-PKP“ oder „D-GATX“ neben/hinter/unter der Wagennummer stehen haben, hat die DB erstmal nix zu tun.

    (Daß die DB in manchen Teilen kaputtgespart worden ist, steht auf einem anderen Blatt. Das hat aber auch nur indirekt mit der Frage „Privat- oder Staatseigentum“ zu tun, der Zustand des Schienennetzes zu manchen Zeiten, an denen noch „Bundesbahn“ (bzw. „Reichsbahn“) drauf stand, war auch nicht so berauschend…)

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