Die Linke will den Grossverdienern tatsächlich an den Kragen

Heute hat „Die Linke“ im Bundestag einen Antrag gestellt, in dem sie eine auf 2 Jahre zeitlich begrenzte Sonderabgabe auf steuerliche Einkünfte von mehr als 600.000€ fordert. (Quelle PDF).

Aus dem Dokument geht auch hervor, dass Linksfraktion hat bereits vor einiger Zeit einen Antrag eingereicht in dem sie fordert, die Steuer für „Mehrverdiener“ wieder wie folgt anzuheben:

  • Ab 250.000€ steuerplichtigen Einkommen einen Steuersatz von 50%
  • Ab 500.000€ steuerplichtigen Einkommen einen Steuersatz von 55%
  • Ab 1.000.000€ steuerplichtigen Einkommen einen Steuersatz von 60%
  • Ab 2.000.000€ steuerplichtigen Einkommen einen Steuersatz von 65%

Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen.

24 Gedanken zu „Die Linke will den Grossverdienern tatsächlich an den Kragen

  1. @reizzentrum: Oh, stimmt hatte ich irgendwie gerade nicht im Kopf!

    Letztendlich will „Die Linke“ doch lediglich Bessverdienende bestrafen in dem wesentlich höhere Steuersätze eingeführt werden, sofern dieser Antrag wirklich durchkommt, was ich bezweifle.

    Man sollte diese Sonderabgabe eher auf Personengruppen oder einzelne Personen eingrenzen! Das kann dann auch gleich die ARGE mit übernehmen, dann lassen die es vielleicht auch mal bleiben die Arbeitslosen immer wieder zu schikanieren!

  2. @gr4y:

    Natürlich wollen sie die „Besserverdienenden“ höher in die Pflicht nehmen – von bestrafen würde ich an der Stelle nicht sprechen wollen.
    Und nein, der Antrag wird GANZ gewiss nicht durchkommen, denn dafür (oder dagegen), werden ALLE Lobbyisten anstürmen. 🙂

    An welche Personengruppen denkst Du, was die Eingrenzung angeht? Sowas wird typischerweise unfair und führt zu noch fieseren „Verschiebungen“ als es jede Besteuerung ohnehin nach sich zieht.

  3. Egal was sonst noch gibt, alles über 50 % ist definitiv Enteignung, es ist mir vollkommen egal wie die Schweden es handhaben. Und hier haben wir einen Staatsanteil von über 50% das hat mir Marktwirtschaft also nur noch entfernt etwas zu tun, die wenigen Marktwirtschaftler müssen den ganze Schmarrn mitfinanziern

    Bis dann
    Friedrich

  4. @Friedrich:

    OK, dann wurde – über die Einkommenststeuer – bis zum Jahre 2000 auch in Deutschland enteignet. Denn erst im Jahr 2000 sank der Spitzensteuersatz unter 50% – all die Jahre vorher war er höher. Typischerweise lag er bei 53% und wurde sowohl von der SPD als auch der CDU so gehalten. Du hast da anscheinend die „Gnade der späten Geburt“, dass Du dich daran nicht entsinnst 🙂

    Auch darfst Du nicht vergessen, dass wir eine Steuerprogression haben, dass heisst der Spitzensteuersatz wird nur auf den Teil des Einkommens angewendet, der den jeweiligen Regelwert übersteigt.

    Wieviele „Marktwirtschaftler“ – wie Du sie nennst – haben denn ein steuerpflichtiges Einkommen von über einer Million und versteuern dieses in Deutschland?

  5. Ich bin mir dessen durchaus bewußt und glücklicherweise hat ja entweder der BGH oder das Verfassungsgericht gesagt. So nicht. Und mit der Progression kannst Du mich nicht überzeugen. Wenn Du eine Million hast wirst Du kaum weniger als 450 000 an Steuern bezahlen. Und je größer das Einkommen desto irrelevanter der Grenzsteuersatz, der ist wichtig für jemanden zwischen 80 000 – 160 000 Tausend, denn da tut es wirklich weh. Aber alles über 50 % ist definitv Enteignung, bitte bedenke wennes solche Steuern gibt, kommt später noch mal Erbschaftsteuer hinzu und dann sind wie ganze entspannt bei weitaus mehr als 50 % (auch noch heute)

  6. @Friedrich:

    Ich muss/will gar nicht „überzeugen“ – so weit geht mein Sendungsbewusstsein gar nicht 🙂 Es muss ja nicht jede(r) meine Meinung teilen.

    Aber ich finde es ungemein interessant, dass Du die Erbschaftssteuer – bei einer Diskussion über die Einkommensteuer – ins Spiel bringst. Die Einkommenssteuer besteuert den Ertrag, den Du mit deiner ARBEIT verdienst. Die Erbschaftssteuer besteuert Kapital(werte), für die Du NICHTS getan hast, ausser eben den/die richtigen Erblasser zu kennen 🙂

    Wenn Du schreibst, dass die Steuerlast bei grossen Einkommen eher irrelevant ist, wieso schreibst Du dann gleichzeitig, dass alles ab 50% Enteigung ist. Ist der Steuersatz bei WIRKLICH grossen Einkommen nun egal, oder nicht?

    Haben sich zur Zeit des Mauerfalls, alle Ostdeutschen Menschen gefreut, endlich mit den Enteigner zu fusionieren? 1989 betrug der Höchststeuersatz 56%. Vor 2001 war der Spitzensteuersatz in der BRD NIE unter 50%. 50 Jahre Enteignung?

    Ausserdem darfst Du nicht vernachlässigen, dass wir über das zu versteuerende Einkommen sprechen. Da gehen noch ALLE abziehbaren Kosten ab. Da können auch noch ein paar zigtausend Euro runter gehen.

  7. Faszinierende Diskussion. „Alles über 50% ist Enteignung“ Wenn jemand, vereinfacht gesagt, ein Einkommen von 1.000.000 EUR hat und ihm durch die Steuern 500.000 „weggenommen“ werden, bleiben ihm immer noch 500.000 Euro, das sind ungefähr 11 mal so viel, wie der Durchschnittsbürger an Bruttoeinkommen hat. Er könnte also mit dem Verdienst eines Jahres ein durchaus großzügiges Häuschen samt Grundstück erwerben, eine Sache, für die die Mehrheit der Familien 20 und mehr Jahre Kredite abstottert. Ist dieser Jemand nun enteignet worden? Andersherum, was hat ihn in die Lage versetzt, ein derart hohes Einkommen zu erzielen: Im Endeffekt die Arbeit all derer, die am gesellschaftlichen Gesamtprodukt arbeiten, von denen jedoch viele kaum über die Runden kommen, obwohl sie von früh bis spät hart arbeiten und ihre Knochen hinhalten. Der eine hortet dann sein Geld in der Oase und lässt es für sich „arbeiten“ und die anderen arbeiten dafür, das das Geld des einen den Anschein erweckt es könne arbeiten. Also, wer auf diesem hohen Nivaeu jammern will sollte erst mal überlegen, was dazu führt, das es in unserer Gesellschaftsform, die sich ja nun weltweit durchgesetzt hat, derartige Ungleichheiten entstehen können.

  8. Oh, das ist mal wieder typisch. Wenn Du von 100 000 EUR 50000 EUR abgeben müsstest hast Du ja immer noch 50 000 EUR „frei“ also gut gehen wir noch weiter runter nehmen wir an 20 000 EUR hast du un d 10000 gehen weg. Wie fändet Ihr das. Ah ich hör Euch, das ist ja sozial ungerecht und was weiß ich aber wo zieht Ihr die Grenze. Und selbst wenn einer 1 000 000 vor Steuern verdienen sollte, dann frag‘ ich mal einfach von wo bekommt er denn sein Geld? Wohl kaum von so Umverteilern wie Euch oder? Er hat offensichtlilch einen Nerv getroffen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird an einem solchen „Großverdiener“ mehr als ein „Job“ kleben. Es dürfte auch klar sein wenn jemand mehr verdient wird er auch mehr Dienste in Anspruch nehmen. Aber das wird natürlich wieder geflissentlich ignoriert.

    Das mit Deinem blöden Knochen hinhalten sind wieder nur Argumente von Gutmenschen. Werden Sie dafür nicht bezahlt? Und wenn es Ihnen zu wenig ist wer hindert diese Leute daran etwas anderes zu machen?

    Was mich speziell ankotzt ist Eure Arroganz anderen Leuten vorschreiben zu wollen was Sie zu tun und zu lassen haben. Eure Maßstäbe sind die „Richtigen“ und jeder der darüber anders denkt ist assozial.

    Und wer von Geld horten liest der hat nicht die geringste Ahnung, daß es ohne Sparen kein investieren gibt. Was Ihr wollt ist das Leute die Glück und Können hatten und sich vielleicht auch durchgebissen haben durch Gutmenschen wie Euch „beaufsichtigt“ werden. Es ist offensichtlich für Euch ok wenn einem Menschen die Hälfte seines Geldes geklaut wird im Namen „Eurer“ Gerechtigkeit.

    Wer hindert Dich daran selber eine Million zu verdienen und dann mit dem Geld nach Deiner Fasson glücklich zu werden?

    Sich über Ungleichheiten auszulassen ist so idiotisch. Wenn Du aussiehst wie Adonis persönlich und dafür ein paar Millionen im Jahr abgreifst wie „gerecht“ ist das? Wie gerecht ist es das Politiker mit unserem Geld machen was Sie wollen? Wieso muß ich die idiotischsten Entscheidungen mittragen?

    Ich hätte weder einen cent in Subventionen noch einen Zehntelcent in irgendeinde Bank gesteckt. Aber das ist ja so (a) sozial. Es ist ja so unglaublich toll wie unsere Politker mit Steuergeldern total unwirtschaftliche Jobs erhalten haben. Aber was interessiert es Euch. Die Politiker müssen es wohl „besser“ wissen. Wie sozial waren den die Subventionen im Bergbau?

    Das Ihr es überhaupt nicht mitbekommt wie alle beraubt und betrogen werden ist schon erstaunich. Und wie gut Ihr seit den Dieben noch „Recht“ zu geben…

    Kein Wunder das es schlechter wird. Bei einer solchen Einstellung zu Privateigentum.

  9. @Friedrich:

    Trennt euch bitte von Schwarz-Weiss denken (jaja, gerade ich habe es nötig ….)

    Man sollte differenzieren. Es gtibt Menschen, die einfach „sauviel“ Kapital zur Verfügung haben und es nur unter schwersten Anstrengungen ausgeben (verprassen) könnten und sich die viert-Yacht sowie Villen und 20 Autos kaufen. Andere haben ebenfalls sauviel Geld und stecken es in Stiftungen etc. um damit der Allgemeinheit zu dienen.

  10. Ok, und wem schadet es wenn einer vier Yachten besitzt, woher kommen denn diese Schiffe? Fallen wohl kaum vom Himmel. Und warum ist es besser Geld in Stiftungen zu stecken, statt 20 Autos zu kaufen? Warum maßt Du Dir an zu behaupten. Stiftungen seien besser? Kann es nicht sein, daß Geld aus Stiftungen unklug angelegt es verhindern, daß Leute selber etwas schaffen. Nehmen wir mal an eine Stiftung kauft x Tonnen an Nahrungsmitteln und gibt sie umsonst ab. Was düften die Nahrungsmittelproduzenten in dem Land dazu sagen wenn Ihre so unterboten werden. Was wird wohl passieren? Werden Sie nächstes Jahr wieder Nahrunsmittel anbauen?

    Wie arrogant muß man sein um hier das „Bessere“ erkennen zu können. Und wenn es Dir so nicht gefällt was hindert Dich daran es anders zu machen. Mach‘ ich Dir die Vorschriften, wie Du Dein Geld auszugeben hast? Hindere ich Dich daran Dein Geld für die „Allgemeinheit“ auszugeben? Nein ich sage, es ist Dein Geld und Du kannst damit machen was Dir gefällt.

    Sag‘ ich Dir, gib mir mal Dein Geld ich weiß es viel klüger auszugeben? Genau das machen unsere derzeitigen „Elite“-verbrecher namens Politiker. Sie nehmen für sich in Anspruch es besser zu können.

    Wie toll Sie das auf die Reihe bekommen, kann man ja daran erkennen, daß Sie seit 50 Jahren nicht mit Ihrem Geld hinbekommen. Und diesen Marodeuren soll ich noch mehr Geld geben?

  11. @Friedrich:

    Ich behaupte NICHT – und Du solltest es wissen – dass die Politiker sorgsam mit unser aller Geld umgehen. Was ich allerdings zu behaupten wage ist, dass es eine gewisse Ungleichverteilung des Kapitals gibt. Ich persönlich möchte/muss gar nicht von der „Umverteilung“ profitieren. Aber solange es Menschen gibt, die sich keine Wohnung oder gar eine vernünftige Ernährung erlauben können, andere aber „20 Autos“ besitzen, sehe ich dort eine Potential der Umverteilung.

    Im Hamburger Hafen wird eine Yacht gebaut, deren Stapellauf sich um einiges verzögert. Der Auftraggeber hat herausgefunden, dass sein Neubau nicht die grösste Privatyacht wäre. Also: Baustopp und 6 Meter verlängern für Kosten von mehreren Millionen Euro.

    Es gibt einfach Menschen, die mehr Geld erhalten, als Sie und ihre Nackommen (auch an die denke ich…) ausgeben können, während andere zuwenig Geld zum Leben haben. Nur darum geht es mir.

  12. Genau darum bin ich ja für eine bedingungsloses Grundeinkommen. Wenn Die Leute damit dann nicht klar kommen habe ich keinerlei Mitgefühl mehr übrig. Und mit der „vernünftigen“ Ernährung und der Wohnung kann ich Dir durchaus einiges von der anderen Seite nämlich Wohnraumanbietern erzählen. Wenn Du den „Spaß“ einmal mitgemacht hast wie es ist jemanden in einer Wohnung zu haben und die völlig verwahrlosen lässt und des kostet Dich 10 000 EUR das zu renovieren. Das Geld siehst Du niemals wieder, dann fällt es äußerst leicht sauer zu sein. Und wieviele Obdachlose gibt es denn wirklich in Deutschland? Und nenne mir ein Land wo es billigere Lebensmittel gibt als hier. Mit diesem Betroffenheitsstuss kannst Du gerne diskutieren wo Du willst… Ich erwarte mal konkrete Antworten auf meine Fragen.

    Wer stellt die Luxusgüter her? Warum ist ein Arbeitsplatz bei einer Yachtbaufirma schlechter als ein einem Stahlwerk? Und dann erläutere mir einmal wo Gutes dabei herumgekommen ist wenn wir unsere Lebensmittel subventioniert auf dem Weltmakt werfen. Ist ein afrikanisches Leben weniger werrt als ein deutsches?
    Und verdammt nochmal wer hindert Dich daran mit Deinem Geld „Gutes“ zu tun. Ich kenne nicht einen in der engeren oder weiteren Umgebung der „zuwenig“ zum Leben hat. ich kenne aber Milllionen die täglich bestohlen und betrogen werden.

    Somit bist Du nicht auf ein Argument eingegangen. Im Gegenteil Du behauptest es besser machen zu können als die „blöden“ Reichen. Stell‘ Dir mal vor das stelle ich in Frage. Ich kann mit meinem Geld besser umgehen als Du. Ich weiß auch, daß ich volkseigene Betriebe nicht will. Ich möchte das jeder seinen eigenen Betrieb hat. Und ich möchte weniger Gutmenschen die mir ans Geld wollen.

    Seit mehr als einem Jahr schreibe ich in meinem Blog, daß es ein Verbrechen ist Banken Geld zu geben. Es ist deren Job genügend attraktiv für mich zu sein, daß ich mit Ihnen Geschäfte mache. Mein Weg hätte Billionen gespart und da wäre sicher auch genug für „soziale“ Wohltaten drin gewesen. Wenn ich Sie denn für sinnvoll hielte. Aber was fällt Dir ein. Der Böse hat 20 Autos, das darf der doch nicht.

    Es gibt also eine gewissee Ungleichverteilung von Geld. na toll und was ist mit der Intelligenz. Ist die gleichmäßig verteilt? Ist die „Schönheit“ gleich verteilt? Was mit körperlichen oder geistigen Fähigkeiten. Aber wenn es um Geld geht dann kommt Ihr daher und schreit Zeter und Morido, daß es da Ungleichheiten gibt. Es ist so widerwärtig. Der eine hat sein Leben lang gespart und sich was zurückgelegt, der andere hat es auf den Kopf gehauen. Also im Namen der Gerechtigkeit muß man demjenigen der umsichtig gehandelt hat doch was wegnehmen um des dem anderen zu geben. Es denn Leuten nicht selber überlassen ob und wem Sie helfen wollen?

    Das ist es was ich sowas von verlogen und widerwärtig find, daß ich es nicht beschreiben kann.

  13. @Friedrich:

    Ach Friedrich…. Nicht nur Schwarz/Weiss oder oben/unten denken. ALLE sollten sich vernünftig, respektvoll und verantwortungsbewusst ihren Mitmenschen gegenüber verhalten. Auch die Mieter, die eben nicht ihre MIETwohnung verwahrlosen lassen sollen. Es gillt immer die Regel des fairen(!!) Miteinanders. Sowohl im Mikro- als auch im Makrokosmos.

    Trenne dich bitte vom Begriff „Geld“. Geld ist – eigentliuch – nur ein Fetisch, dem wir (fast) alle hinterher rennen. Ich habe zwei Ausbildungen hinter mir: Eine Handwerkliche und eine Kaufmännische. Wieso verdiene ich in kaufmännischen Berufen (im Durchschnitt) mehr als in den Handwerksberufen? Vor 20 Jahren wurde ich – es ging um Mitarbeiterbeteiliugung) gefragt, wieviel % der Reinigungskraft zustehen würde, im Vergleich zum Vorstand. Meine erste Antwort war: Auf die ARbeitszeit gemessen der gleiche Anteil, da der Vorstand direkt zeitlich von den arbeiten des Staubsaugens und Fensterputzen entlastet wird. Interessanterweise wurde das in DER Firma dann so ähnlich umgesetzt, die Reaktion der „besser Verdienenden“ war erstaunlich friedlich.

    Was Intelligenz, Schönheit etc angeht: Davon wird man nicht satt. Nichteinmal Berufserfahrung kann einen Arbeitslosen ernähren, der zu hören bekommt: „Überqualifiziert“ oder „zu alt“ (mit Mitte 40!).

    Ich gönne dem Fleissigen den Lohn der Arbeit. Absolut! Die Frage, die erlaubt sein muss, ist einfach: Wieviel Besitz/Kapital braucht eine Familie um vernünftig, gut oder gar luxuriös leben zu können? Kennst Du die Erfahrung, dass es Luxus sein kann, in einer Kneipe ein Bier trinken zu können und es selbst zu bezahlen? Etwas, das man sich nur alle zwei Monate mal leisten kann? Nicht weil man geizig ist, sondern weil man sich diesen „Ort der sozialen Begegnung“ nicht leisten kann?

    Dein Argument der Subventionen ist sicher auch treffend. Wieso schenken wir den armen Ländern Nahrungsmittel, anstelle ihnen zu helfen ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit zu erlangen? Hat das AUCH etwas mit wirtschaftlicher Abhängigkeit zu tun? Mit Einfluss und Macht?

    Und genau da kommen wir zu einem Kernpunkt: Der Machtfrage. Wer das Kapital hat, hat die Macht. Und wer gibt diese schon gern ab.

    Nochmal zum Thema Intelligenz und Schönheit: Du kannst aussehen wie ein Hutzelzwerg, dumm sein wie Bohnenstroh, wenn Du – z.B. als Erbe – genügend Geld hast, kannst Du dich „schön“ operieren lassen. Freunde hast Du sowieso, dass sie „bezahlt“ sind weil sie sich gern in deinem Sportwagen kutschieren lassen oder sich in deiner Villa aufhalten, steht auf einem anderen Blatt.

  14. Oh, man sieht ja wie das mit den Mächtigen gemacht werden. Komischerweise wird Ihnen das Geld von mitn an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weniger mächtigen (da wenige Geld Besitzenden) Politikern genommen. Die durchaus bewiesen haben, daß sie mit Ihrem Geld nicht hinkommen. Aber im Namen der Gerechtigkeit ist es in Ordnung wenn diese Unfähigen die Fähigeren beklauen.

    Habe ich das so ungefähr auf die Reihe bekommen. Zu Deinem Bier und der Kneip kann ich nur sagen. Interessiert mich nicht. Ich gehe nicht in Kneipen.

    Geld ist kein Fetisch, sondern ein Wertaufgewarhungsgegenstand (jedenfalls sollte es sein) Das unsere Politiker mit Hochdruck daran arbeiten jedem dieses Mittel aus der Hand zu nehmen, sollte auch Dir zu denken geben. Aber dazu müsst man ja zu der unbequemen Folgerung kommen, daß Politiker „Diebe“ sind.

  15. Nun mag sein, nur weichst Du auf Nebenschauplätze aus. Ich frage Dich nochmal konkrete, welche Evidenz gibt es, daß Politiker es „besser“ können. Wieso ist ein Arbeitplatz in einer Nobelschmiede von was auch immer schlechter als sagen wir mal ein Bandarbeiter bei was-weiß-ich-wo. Wo zeigt es sich das staatliche Eingriffe etwas gutes Tun. Ich kann nur erkennen, es wurden und werden Milliarden verschleudert in nicht nachhaltige Betriebe, die ohne diese Milliarden Pleite wären. Das Geld wird denen weggenommen die schwarze Zahlen schreiben, also wo ist da die Gerechtigkeit?

    Ich spreche unseren Politikern grundweg ab in der Lage zu sein „mehr“ zu wissen und „besser“ zu entscheiden als jeder einzelne Unternehmer oder die „Unternehmer“ als Gruppe.

    Und ich habe noch einen Link für Dich wegen „Armut“ und so…
    http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=911

    Und bezgl der Bezahlung kann ich nur sagen. Wenn es denn den Leuten nur um das Geld ginge warum versuchen nicht alle in die bestbezahltesten Berufe zu kommen? Es gibt offenbar auch andere Beweggründe aber Geld als Wertaufbewarhungs und Tauchmittel benötigen (fast) alle.

  16. @Friedrich:

    Ich habe nicht behauptet, dass Politiker – im Status Quo der Machtverteilung – vernünftig mit dem Kapital wirtschaften können. Wo liest Du das? Nur haben die Politiker der Regierungspartei(en) die grundgesetzliche Legitimation die Regeln in diesem Land zu bestimmen. Was dann durch Einflussnahme/Lobbyeinfluss und direkte persönliche Vorteilsnahme daraus wird (bis zu den Agrarzuschüssen der EU!) steht auf einem anderen Blatt.

    Gegenfrage: Können denn Manager mit Geld/Kapital umgehen? (Ich weiss, DAS war jetzt gemein 🙂 )

    Es gibt keine „guten“ oder „schlechten“ Arbeitsplätze – ich glaube dies schrieb ich oben bereits.

    Zum Thema Bezahlung GLAUBE ich festgestellt zu haben, dass es drei Fraktionen gibt: 1) Menschen, die nach Geld gieren, die (fast) alles tun um ein kleines bisschen mehr Geld/Einfluss zu erhalten. 2) Menschen die einer Profession nachgehen, ihren Lebensinhalt eine Aufgabe haben. Und 3) Ganz viele Menschen, die einfach nur (Über)leben wollen.

    Das Problem der „Gier“ wird erst eine nächst höhere Form des Homo Sapiens überwinden können. Solange die Pyramide des Abraham Harold Maslow noch ansatzweise unser Handeln bestimmt, wird sich dieses Problem nicht lösen lassen, es sei denn ALLE Menschen haben „das Ziel“ erreicht. DANN wäre sogar eine Form des Kommunismus denkbar: Wenn KEIN Mensch mehr das Bedürfniss hat sich über seine Mitmenschen zu stellen und alle als „Kpllektiv“ auch um das Wohl des Anderen bemüht sind. Aber dies ist absolutes Traumdenken.

  17. Nun wer bezahlt denn die ganzen Steuern? Wer bezahlt denn für die ganzen Ausgaben des Staates Unternehmer und deren Mitarbeiter, und zwar diejenigen die gut gewirtschaftet haben und die sollen jetzt für die Anderen bezahlen. Und auch unter den Managern gibt es genügend Unternehmer sie sich kümmern. Nur weil es eine Minderheit von Anderen gibt kannst Du wohl kaum alle in Sippenhaft nehmen Aber die Politiker haben seit 50 Jahren nicht mit Geld umgehen können das darf man wohl kaum noch von einer Minderheit reden. Die Majorität von unseren „Politkereliten“ taugen in der Hinsicht überhaupt nichts und das seit mehr als 50 Jahren. Zeige mir nur eine Firma die 50 Jahre Misswirtschaft wegstecken kann. Selbst Staaten schaffen es sich in weniger Zeit abzuschaffen. Wie unfähig möchtest Du es noch haben?

    Nun zu Deinen drei Punkten
    1) klar die gibt es. na und. Wieviele sind es denn 0.1 %
    2) das düfte immer noch die Mehrheit sein.
    3) das mit dem Überleben kannst Du Dir schenken, die meisten Menschen möchten in Ruhe gelassen werden.

    Nur werden Sie von unseren Politikern immer weiter entmündigt oder gar als „kriminelle“ subjekte angesehen.

    So und jetzt gehe ich noch auf Deinen ersten Satz ein:
    „Ich habe nicht behauptet, dass Politiker – im Status Quo der Machtverteilung – vernünftig mit dem Kapital wirtschaften können.“

    Also Du stimmt mit mir überein Politker und Geld vertragen sich nicht sonderlich aber dennoch forderst Du mehr Rechte für sorry Deppen auf „zu Reiche“ eindreschen zu können. Das ist so daneben, daß ich nicht sehen kann, wie Du damit klar kommen kannst.

    Die Politker müssen erst mal die zeigen, daß sie mit Ihrem Geld, das sie von uns erpressen klarkommen und das Sie in der Lage sind Ihre Schulden zurückzubezahlen. Wenn Sie das die nächsten 50 Jahre auf die Reihe bekommen, dann lass ich sogar noch mal mit mir wegen der „Umverteilung“ reden, wird aber dann mit Sicherheit nicht mehr nötig sein.

    Und mit Deiner Gier kannst Du kleine Kinder im Dunklen erschrecken gehen. Die meisten Menschen die mir bisher über den weg liefen kann ich nicht als gierig erkennen. Das es solche Leute gibt will ich nicht bestreiten. Aber normalerweise dürften die sich selber zugrunde richten. Eher früher als später. Aber unsere Politiker machen ja offenbar lieber mit. Und stopfen den Nimmersatten das Geld nur so rein, daß die vorher von den „Normalen“ erpressen.

    Ich gönne unseren Politikern im Augenblick nur das Allerschlechteste und am liebsten sähe ich Sie alle wegen Konkursverschleppung, Bilanzfälschung und Meineid im Gefängnis. Das können Sie dann meinetwegen weiter machen, der Schaden den sie dann anrichten können ist dann aber eher gering.

    Ich behaupte, wenn unsere „Politiker“ so weit machen ist eine Staatspleite unausweichlich und dann möchte ich mal hören wer dann Schuld ist. Ich sage es Dir klipp und klar, unsere derzeitig Gewählten richten uns zugrunde. Und das ich das für besch…. halte, dürfte sonnenklar sein.

    Wenn ich einen legale Möglichkeit sähe meine Steuerzahlungen auszusetzen täte ich es. Nur bin ich hoffentlich nicht so blöd dabei wirtschaftlichen Selbstmord zu begehen.

    Oder wenn ich festlegen könnte,“Sie können alles damit machen außer als Subventionen vergeben“

    Oder vielleicht „bitte stecken Sie dieses Geld nur in die Schuldentilgung“, dann können Sie einen angemessenen Teil meines Einkommens als Steuern haben…

    Nur habe ich keinerlei Möglichkeit dazu. Also muß ich mich so orientieren, daß ich im Falle des absehbaren Staatsbankrotts genug habe um mir dann mein Essen kaufen oder selbst erarbeiten zu können. Glücklicherweise habe ich dafür schon Vorkehrungen getroffen….

  18. @Friedrich:

    Die Frage ist nicht, wer die Steuern zahlt, sondern eher wer diese NICHT zahlt. Du hast http://rz.koepke.net/?p=2730 kommentiert, wo ein Vermögender erklärt, dass sich die von ihm zu zahlenden Steuern halbiert haben.

    Lass uns doch mal – ich glaube dann wird man sich sogar eher einig – trennen zwischen real erarbeitem Kapital und Kapital, welches sich ausschliesslich aus Kapitalzinsen ergibt. Wobei man Managergehälter jenseits von 100.000€ im MONAT sicher auch kritisieren darf. Wofür braucht ein Mensch soviel Geld? Was macht er damit? Nur das nötigste erwerben? Aufpassen, dass er nicht verhungert?

    Ich schätze der Kategorie 1) gehören mehr als nur 0,1% an. Ich habe in meinem Berufsleben viele dieser „Gewinnsüchtler in Schlips und Kragen“ erlebt. Die Kategorie 2) schätze ich liegt eher im kleinen einstelligen Prozenbereich. Der absolut grösste Anteil der arbeitenden deutschen Bevölkerung gehen dem Beruf nach, in dem sie eine bezahlte Arbeit finden.

    Wenn Du meinen „Status-Quo“ Satz nochmal liest, so wirst Du feststellen, dass ich EINIGEN Politikern tatsächlich zutraue gescheit mit dem Kapital zu wirtschaften. Aber auch dieser kleine Personenkreis wird von Lobbyisten (und deren Einfluss auf die Restpartei) gezwungen eben unvernünftig zu handeln. Und wessen Interessen werden von den Lobbyisten forciert? ….

    Was ich generell nicht verstehe ist, dass wir EIGENTLICH einer Meinung sind (Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden) aber dennoch trefflich Argumente austauschen.

    Aber wer soll die Geschicke des Staates übernehmen? Piech? Schaeffler? Ackermann? Zu wessem Wohl würde dieser Personenkreis entscheiden?

    Ach, ich will Politiker vom Schlag eines Helmut Schmidt wieder haben. Der war zwar auch nicht fehlerfrei, hatte aber doch wenigstens Rückrat.

  19. Das kann ich Dir sagen. Soweit wie möglich weg mit den Politikern, Verbot der Schuldenaufnahme durch den Staat mit „Grundgesetzcharakte“, Verbot der Zwangsarbeit durch den Staat.

    Zu dem tollen Verdienern kann ich sagen, seit mehr als 10 Jahren konnte ich bei der Miete nicht einen Cent mehr verlangen aber die Nebenkosten die zu mindest 2/3 staatlich veranlasst waren, betrug der Zuwachs ganz entspannt ca 25-30 %.

    Wie ich das mit den Politikern sehe, kannst Du im derzeitigen Geo lesen und zwar wie Erhard eigentlich zum Verhältnis Staat/Privatwirtschaft stand. Unsere heutigen Regierenden sehen nur den Staat als „Rettungsanker“

    Ich schrieb auch
    http://fdominicus.blogspot.com/2009/05/fur-unser-heutigen-politiker.html

    und was mich als kleine GmbH und auch als Privatmann massiv behindert:
    http://fdominicus.blogspot.com/2009/05/wie-der-staat-die-arbeitlosigkeit.html

    Statt Anreize für Arbeitplätze gibt es bürokratische Ungeheuer mit jeweils einem Angestellten auf 10 Arbeitplätze um a) diese Arbeitlosen zu vermitteln und b) Geld für diese Arbeitpläze den Unternehmern zu überweisen.

    Ich sage Die was ich will. Ich will das mir die Politiker so wenig wie möglich reinreden. Ich möchte Leute bezahlen können für Mini Jobs, ohne daß ich für die Kurzarbeit mindestens die gleiche Zeit für Ausfüllung von Formularen verschwende. Ich habe keinen bock darauf ein Viertel der Zeit Zwangsarbeit für den Staat zu leisten (unentgeltich, vielmehr bezahlt von meinen Kunden….) und ich hab definitv keine Lust mehr als ein halbes Jahr für staatliche „Fürsorge“ zu bezahlen.

    Und warum kommst Du mir mit Piech oder Schaeffler. Piech düfte sich sein Geld verdienen und er dürfte auch mit seinem Vermögen ziemlich engagiert sein. Schaeffler wäre in meinem „Weltbild“ wahrscheinlich schon nicht mehr da. Genauso wenig wie die unfähigen Handelsbanken, oder die Commerzbank. In meinem Weltbild hätte die Deutsch Bank ebenfalls mit Ihrer derzeitigen Bilanz nicht den Hauch einer Chance. In meinem Weltbild würde ich nicht mit Fiat-money kontrolliert durch Bürokraten und Politiker bezahlen. Ich müsste mich nich jedes Jahr 2-5 % meines Geldes jährlich stehlen lassen.

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